| | Ausschuss & Arbeitskreise / Computationale Statistik / Über den Arbeitskreis Der Arbeitskreis Computationale Statistik | AK-Leiter:
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Leisch
Ziele & Aktivitäten des Arbeitskreises:
Der Arbeitskreis befaßt sich mit dem Einsatz und der Untersuchung von Methoden und Werkzeugen der Informatik für die Statistik, insbesonders
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der Verwendung von Computern und Software zur Lösung statistischer Probleme,
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der Förderung und Kommunikation aktueller Forschungsarbeiten der computationalen Statistik, und
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dem gemeinsamen Einsatz von statistischen und informatischen Methoden in anderen Anwendungsgebieten. | | | |
 |  Hintergrund Bei seinem Hauptvortrag im Rahmen der österreichischen Statistiktage 2001 zeichnete Bradley Efron ein Bild der Statistik im 20. Jahrhundert als Wissenschaft im Dreieck von Anwendungen, Mathematik und Informatik. Die Wurzeln der Statistik liegen in anwendungsorientierten Problemstellungen, die mit Hilfe der Mathematik formalisiert und auf ein starkes theoretisches Fundament gestellt wurden. Im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts wurden Computer für die Statistik zum unverzichtbaren Bestandteil der Disziplin an sich. Natürlich verliert die mathematische Theorie nichts von ihrer Bedeutung, aber computationale Techniken ergänzen sie in immer stärkerem Ausmaß. Resampling-Methoden und Monte Carlo Verfahren liefern in manchen Fällen bessere Resultate als Approximationen und asymptotische Theorie. Diese simulations-basierten Techniken helfen einerseits Lücken in der mathematischen Theorie zu füllen, und liefern andererseits numerische Näherungen wo geschlossene Lösungen nicht existieren. Und schließlich gibt es große Bereiche der modernen Statistik die ohne Computer gar nicht möglich wären, man denke nur an statistische Grafik, komplexe Modelle oder die Bayes-Statistik.
Schwerpunkte des Arbeitskreises: In gewissen Sinn ist mittlerweile jede „angewandte“ statistische Datenanalyse „computationale Statistik“, dementsprechend weit gefächert sind auch die Aktivitäten unseres Arbeitskreises, sodaß hier nur beispielhaft einige der behandelten Fragen wiedergegeben werden können: | |
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Statistische Software: Welche kommerziellen und freien Softwarepakete gibt es, was sind die neuesten Entwicklungen? Welche Pakete sind für bestimmte Anwendertypen am besten geeignet?
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Software für die Lehre: Wie kann Statistik durch den Einsatz von Computern besser und praxisbezogener unterrichtet werden, ohne Abstriche beim Grundlagenwissen zu machen?
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Computerintensive Methoden der Statistik: Wie können rechenaufwändige Verfahren einer breiteren Schicht von Anwendern zugänglich gemacht werden? Wie können komplexe statistische Modelle transparent in Software umgesetzt werden?
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Data Warehousing, Data Mining, und statistisches Lernen: Wie speichert und administriert man Daten effizient, wie findet man abgespeicherte Daten später wieder? Wie gewinnt man Informationen aus großen Datenmengen? Wie können maschinelles Lernen und Statistik wechselseitig voneinander profitieren?
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Bioinformatik: Wie analysiert man Daten aus der Genomik oder Proteomik, wo mehreren zehntausend Variablen (Gene, Proteine, ...) oft nur einige wenige Beobachtungen gegenüberstehen? Wie vernetzt man Statistiksoftware mit der medizinischen Annotation (PubMed, ...)? Wie können statistische Theorie, Methoden und Software mit der rasanten Entwicklung der Labortechnik und damit immer größeren anfallenden Datenmengen Schritt halten?
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Anwendungen: Wo werden Computer innovativ zur Modellierung und Analyse von Daten eingesetzt? Welche Methoden könnten auch in anderen Anwendungsgebieten zielführend eingesetzt werden? | | |  |
Jahrestagung | |
Seit 2006 ist unser Arbeitskreis Mitveranstalter der jährlich stattfindenden Tagung "Statistical Computing" auf Schloß Reisensburg (Tagungszentrum der Universität Ulm), woausgewählte Themen des Fachgebiets „Computationale Statistik“ in Formvon Vorträgen, Workshops und Softwaredemonstrationen behandelt undeingehend diskutiert werden. Die Workshops sind gleichzeitig auch dieJahrestagungen der entsprechenden Arbeitskreise der DeutschenGesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie,der Internationalen Biometrische Gesellschaft (Deutsche Region), und der Gesellschaft für Klassifikation. Die informelle Atmosphäre derTagung zieht jedes Jahr einen namhaften Teil der Entwickler undAnwender statistischer Software aus dem gesamten deutschen Sprachrauman, darunter auch zahlreiche österreichische Wissenschafter. Nähere Infos unter http://www.statistical-computing.de
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